Mittwoch, 12. September 2012

Para- Para- Paradise!





 


"Travel is more than the seeing of sights; it is a change that goes on, deep and permanent, in the idea of living."  (Miriam Beard)



Heute war einmal wieder ein besonderer Tag. Aber irgendwie ist hier ja auch jeder Tag besonders. Heute habe ich eine neue Seite von Tasmanien gesehen. Eine neue Seite, die meinem Horizont erweitert hat. Und eine neue Seite der aussergewöhnlichen Natur des roten Kontinents. Ich war im Regenwald.



Da meine Gastmutter an diesem Tag frei hatte, haben wir uns auf den Weg gemacht und neue Regionen von Tasmanien erkundet und besucht. Nachdem sie mir die Orte, in denen sie ihre Kindheit verbracht hat, gezeigt hat, sind wir in Richtung „Salmon Pond“ gefahren. Dort haben wir in verschiedene Fischzuchtbecken die riesigen Fische gefüttert, bevor wir einen super leckeren „Bananen und Ahornsirup-Pancake“ in einem kleine Café gegessen haben. Es war sooo lecker, ich glaube, dass könnt ihr euch gar nicht vorstellen, wie lecker es war!

Traumhaft! Nach unserem kurzen Trip zum Salmon Pond, sind wir weiter in Richtung Mount Field National Park gefahren. Mein erster tasmanischer Regenwald. Grün. Grün. Grün. Überall. Es war wunderschön. Die höchsten Bäume, die bis in den Himmel ragen. Moos, das den nassen Boden wie ein Schleier verdeckt. Und die einzigartige Natur, die das grüne Herz Tasmaniens bildet. Tasmanien hat ein grünes Herz, denn ca. 40 % der Insel ist geschützter Nationalpark. Somit ist es wundervoll in mitten dieses grünen Herzens zu stehen und die womöglich frischeste Luft dieser Erde einzuatmen.

Dieses Erlebnis hat mir eine neue, wunderschöne Seite von Australien gezeigt und hat mir die Chance gegeben im grünen Herzen Tasmaniens zu träumen. Und zu leben. Ich lebe im Paradies und meine Idee vom Leben verändert sich mit jedem neuen Erlebnis.

Ich grüße aus dem „Para- Para- Paradise“!

Laura <3



Sonntag, 9. September 2012

What an adventure...

 Diesen Satz habe ich wohl am Wochenende ungefähr 100 Mal benutzt. Und ich hatte Recht. Es war und bleibt ein riesen Abenteuer, das niemand von uns je vergessen wird. Da bin ich mir zu 100% sicher. Wie ihr wahrscheinlich ja alle wisst, ging es für meine Gastfamilie und mich am vergangenen Freitag in Richtung „Cradle Mountains“ (Nordwesten von Tasmanien -> siehe Google Bilder).
Mit großer Vorfreude fuhren wir mit einem vollgepackten Auto los. Wir waren zwar nur 2 Tage unterwegs, aber das Auto sah aus, als ob wir für einen Monat verreisen würden. Genauso wie es ja scheinbar vor jedem Urlaub aussieht. Zumindest kenne ich das von Zuhause auch.
Wir wussten, dass es kalt werden würde und hatten uns auf Kälte eingestellt. Aber mit dem Wetter, das auf uns wartete, hatten wir sicherlich nicht gerechnet. Es war ein Schneesturm. Kälte. Schnee. Nebel. Sturm. Somit mussten wir für den ersten Tag natürlich umplanen. Aus den wunderschönen Wanderungen durch die Natur wurde nichts. Stattdessen saßen wir Freitag fest. Fest in unserem Bungalow. Und haben das Naturschauspiel am Fenster beobachtet.

Australien und Schnee. Irgendwie zwei Gegensätze, die sich ja anscheinend überraschend doch anziehen. Meine Gastschwester hat das erste Mal in ihrem Leben das Schneien mitbekommen und war natürlich die ersten Stunden sehr erstaunt. So wie wir alle. Wir haben das Beste aus der Situation gemacht und haben uns mit einem schönen Familiennachmittag / Abend die Zeit vertrieben.  Gesellschaftsspiele. Barbecue. Filme. Und ganz viel Lachen. Es war schön. Aber trotz der Heizungen und elektrischen Bettbezüge (die haben die hier sehr viel in Tasmanien), war es kalt. Doch was wir in dem Moment noch nicht wussten, dass es noch viel, viel kälter werden kann.

Es war ungefähr 3 Uhr morgens, als es begann, kälter zu werden. Kälter. Kälter. Und kälter. Das führte natürlich auch dazu, dass man nicht wirklich zum Schlafen kam. Ich habe mit meiner Gastschwester in einem Zimmer geschlafen und wir haben wirklich extrem gefroren. Morgens lagen wir dann tatsächlich in jeder Klamotte, die wir mit hatten und unseren UGG Boots im Bett. Und es war immer noch kalt. Wirklich richtig kalt.


Der Grund dafür war: Aufgrund des heftigen Sturms ist in ganz Nordwest-Tasmanien der Strom und somit auch das Wassersystem ausgefallen. „No power“. Keine Heizung. Kein Ofen. Kein Wasserkocher. Kein Fernseher. Kein Wasser. Keine Toilette. Somit saßen wir im wahrsten Sinne des Wortes auf dem „trockenen“. Nun hieß es abwarten. Und abfrieren. Auch wenn wir alle versucht haben, das Beste aus der Situation zu machen, wurde es uns nach 11 Stunden frieren und ohne Wasser zu viel. Zu dem Zeitpunkt hatten wir immer noch keine Sekunde etwas von den „Cradle Mountains“ gesehen, denn diese bevorzugten es in einer weißen Wolke stundenlang zu verweilen. Total schade.
Und somit endete unser Abenteuer „Cradle Mountains“ am Samstagmittag und wir machten uns in unserem wundervoll beheizten Auto auf dem Weg zu unserer Rettung. Launceston. Dort wartete ein tolles Hotel, welches mein Gastvater kannte, auf uns. Außerdem eine warme tolle Dusche. Leckeres Essen. Ein warmes Bett. Und eine tolle Atmosphäre. Wir haben es wirklich genossen und auch nach dem unschönen Morgen und der unschönen Nacht hatten wir unser Lachen nicht verloren. Und ich finde, das ist das Wichtigste.
Heute Morgen sind wir dann von den warmen Sonnenstrahlen geweckt worden und haben uns nach einem wundervollen Frühstück ein bisschen Launceston angeguckt. Eine schöne, historische Stadt. Und das perfekte Rettungsprogramm für unseren Wochenendtrip.
Wir hatten einige schöne, sonnige Stunden in Launceston, bevor wir uns auf den Weg nach Hause gemacht haben.

Ich hatte mein erstes Mineral Wasser seit 8 Wochen und mein Gastvater hat meinen Namen in Launceston für immer verewigt.



Das komplette Wochenende war ein riesen Abenteuer und es wird immer in unserer Erinnerung bleiben. Auch wenn wir viel Pech mit dem Wetter hatten, haben wir unsere gemeinsame Zeit genossen. Ich habe viele neue Orte gesehen und ungefähr 1000 Fotos gemacht. Und ich hoffe, dass ich irgendwann wieder kommen und die Cradle Mountains in einem neuen Abenteuer bei tollem Wetter genießen kann. Doch nun bin ich erst einmal wieder Zuhause. Hier in meinem Zuhause in Australien und genieße meine Ferien mit hoffentlich vielen neuen Abenteuern.
 Bis bald ihr Lieben! Ich denke an Euch!
Eure Abenteurerin,

Laura









Donnerstag, 6. September 2012

Guess what ?! HOLIDAYS


Da melde ich mich doch nun einmal wieder. Ja genau, ihr habt richtig gelesen. Ich habe seit 3 Stunden endlich Ferien. Ich freue mich total. Obwohl mir die Schule hier gefällt, sind Ferien doch immer noch das allerschönste. Was ist in der letzten Woche denn so passiert ? Lasst mich mal kurz überlegen.
Am Sonntag war dann der langersehnte „Father’s Day“ meines Gastvaters. Es hat mir natürlich vorher erst einmal völlig ernst erklärt, dass „Father’s Day“ in Australien auf der gleichen Stufe wie Weihnachten steht. Haha. Natürlich nicht. Er hätte das natürlich gerne. Aber ein süßes kleines Geschenk hat er trotzdem von meiner Gastschwester und mir bekommen. Sonntag war ein schöner, sonniger Tag. Morgens hatte meine Gastschwester ihr Hockey-Endspiel und den Rest des Tages haben wir im Rahmen der Familie genossen.



Eine kleine, deutsche Überraschung haben sich meine Gastschwester und ich aber trotzdem überlegt. Kaiserschmarren. Eine leckere, süße Spezialität fast wie zuhause. Nachdem wir dann endlich alle Zutaten im australischen Supermarkt gefunden (schließlich kennen die hier irgendwie keinen Vanillezucker) und den Teig gut gemischt hatten, ging es los. Und das Endresultat konnte sich echt riechen, schmecken und sehen lassen. Wir waren wirklich ein bisschen stolz auf uns und werden es sicherlich noch einmal wiederholen.

 Es war köstlich!

Dann hatte ich die vergangenen Tage wirklich viel zu tun, aufgrund der letzten Tage vor den Ferien. Alle Lehrer wollten natürlich noch die Aufsätze, Projektarbeiten und Hausaufgaben durchziehen und uns die letzten Tage wirklich „versüßen“. Nicht wirklich. Ich musste wirklich viel büffeln, da es natürlich für mich immer alles noch doppelt schwer ist. Aber ich habe es geschafft und überlebt. Einiges muss ich natürlich noch in den Ferien machen, aber erst einmal ist jetzt Zeit zum „relaxen“.
Heute hatte ich dann noch meinen zweiten Mathetest und ich bin mal gespannt, wie mein Resultat nach den Ferien aussieht. Ich war schließlich 1 Stunde vor Abgabe fertig. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass ich auch jede Aufgabenstellung richtig verstanden habe und so sollte doch eigentlich nichts mehr schief gehen können.

Morgen geht es dann für das Wochenende in die „Cradle Mountains“. Ich freue mich sehr und hoffe, dass wir einige wundervolle, paradiesische Seen und Berglandschaften sehen werden. Es wird sehr kalt, aber ich hoffe, es regnet nicht allzu viel. Naja, mal sehen. Ich werde euch auf jeden Fall nach dem Wochenende davon berichten.
Ganz liebe Grüße aus Australien und ich hoffe, es euch allen gut geht.
Meldet euch mal!
Laura <3

Donnerstag, 30. August 2012

Awesome! Awesome! Awesome!

Da melde ich mich doch einmal wieder…
Nun habe ich schon wieder fast die vorletzte Schulwoche vor den Ferien rumbekommen und morgen steht schon das Wochenende wieder vor der Tür. Es ist Wahnsinn, wie die Zeit verfliegt. Und übrigens beginnt an diesem Wochenende jetzt endlich offiziell der Frühling!
Am Dienstag hatte ich meine vorletzte Bikingsession und es war absolut „awesome“. Das Wetter war wirklich super und somit hat die Sonne uns auf dem gesamten Trip begleitet. Diese Woche waren wir in einem richtigen Bike-Park unterwegs. Vielleicht fragen sich jetzt einige, was denn ein Bike-Park ist. Keine Sorge, ich erkläre es euch einmal kurz. Ein Bike-Park ist ein Outdoor-Gelände, welches mit Rampen, Tracks und verschiedenen Hindernissen ausgestattet ist. Somit konnten wir uns relativ frei aussuchen, was wir versuchen möchten und was wir uns trauen. Die verschiedenen Tracks sind unterschiedlich lang und schwer. Zu unserem Nachteil hatte es am Abend zuvor verdammt stark geregnet und somit war es extrem matschig. Und dann ging es los. 10 Mädels. 10 Bikes. Und ein riesen Abenteuer.
Somit sind wir dann mit vollem Speed die matschigen Tracks hinunter gebrettert und über Hindernisse und Rampen gesprungen oder aber auch gefallen. Schließlich haben es natürlich auch einige von uns geschafft nach einem nicht wirklich eleganten Absprung von einer Rampe geradewegs in der nächst gelegenen Matsch-Pfütze zu landen. Perfekt. Ich glaube, ihr könnt euch gar nicht ausmalen, wie einige von uns aussahen. Von Kopf bis Fuß. Matsch.
Ich bin glücklicherweise mit einigen Matschflecken auf meiner Schuluniform davon gekommen, obwohl natürlich auch ich dann den Matsch in meinem Gesicht und meinen Haaren wiederfinden konnte. Naja, man tut doch alles für ein bisschen „fun“. Und ich kann wirklich sagen, dass aus dem bisschen ein riesen großer „fun“ geworden ist. Mit Mut und Spaß geht alles.
Heute habe ich dann endlich mal meine kreative Story mit 2000 Wörtern wiederbekommen, die ich vor genau zwei Wochen einreichen musste. Komplett neue Sprache. Komplexes Thema über „Marginalisation“ (Unterdrückung). Ich war keine einzige Stunde der Unterrichtseinheit da. Und ich. Das Deutsche Mädchen in Australien. Nun ratet mal, welche Note ich habe?
B+
Das ist so viel wie eine 2+. Unfassbar irgendwie. Und meine Lehrerin hat einen super netten und süßen Text unter meine Arbeit geschrieben und hat gesagt, dass ich verdammt stolz auf mich sein kann mit dieser Note in dem normalen australischen Bewertungssystem. Und ein bisschen stolz bin ich auch wirklich.
Ich hoffe, dass es euch allen in Deutschland gut geht und alle Schüler wieder wundervoll und frisch in die Schulzeit gestartet sind. Morgen werde ich mit meiner Gastschwester und einer Freundin eine Sleep-Over-Party machen und typisch australische Filme gucken. Kann ja eigentlich nur gut werden, oder? Ich melde mich dann nach dem Wochenende wieder.
Ganz liebe Grüße,
In Liebe Laura

Sonntag, 26. August 2012

Es ist halt Gewohnheit!



Umgebung, in der ich wohne.
Heute sind wir etwas durch unsere Umgebung gefahren und meine Gasteltern haben mich mit den vielen „Beaches“ um uns herum bekannt gemacht. Das ist wirklich etwas Besonderes hier. Egal wo man hinfährt oder wo man vorbeikommt, in der Nähe ist immer Wasser. Wenn man sich mal die Karte von Hobart anguckt, sieht man, wie viel blaue Fläche rundherum zu sehen ist. Und genau dieses Thema ist meistens das Highlight in einem Gespräch mit einem Australier. Es geht um die Entfernung zu dem nächstgelegenen Strand in deiner Umgebung. So 4 bis 6 Stunden sind es bis zu den Stränden der deutschen Nord- oder Ostsee, habe ich dann erzählt. Aber als Ergänzung kann man ja noch ganz stolz sagen, dass es nur 3 Stunden bis zur holländischen Küste sind. Nur! Und bei dieser Antwort lachen die Australier dann und fragen sich, wie wir das aushalten können. Es ist einfach eine Sache der Gewohnheit, schätze ich. Doch egal wie gut man es versucht zu erklären, all die „Wasser- und Surfratten“ hier werden es nie verstehen. Sie leben einfach am, im, neben oder über dem Wasser. Jeden Tag. Und genau das ist auch der Grund, warum man auch im tiefen Winter bei 9 Grad Wassertemperatur Surfer sieht. Es ist halt Australien. Und es ist halt Gewohnheit!

Beste Grüße aus Australien!
Laura <3
Surfer.

Clifton Beach



Ein "posender" Hund für mein Foto.

Freitag, 24. August 2012

Mein White-Water-Rafting-Ausflug!


Hallöchen!
Mein Gott, gibt es einmal wieder viel zu erzählen. Nach meinem tollen Wochenende vergangene Woche fing natürlich am Montag wieder der Schulalltag an. Am Montag hatte ich ebenfalls das Gespräch mit meiner Ansprechpartnerin an meiner Schule, die sich um all die Neuen und International Students auf dem St Mary’s College kümmert. Es war ein super lockeres, lustiges und nettes Gespräch, welches statt der geplanten 15 min, 45 min gedauert hat. Wir hatten uns irgendwie zu gut verstanden. Sie hat mir Fragen gestellt, wie…
… wie habe ich mich eingelebt …
… wie fühle ich mich …
… was habe ich hier bereits gesehen von Tasmanien …
… wie würde ich die Situation in meiner Gastfamilie beschreiben …
… gab es schon irgendwelche Probleme …
… wo komme ich her/ wie ist meine Familiensituation in Deutschland/ wie ist meine deutsche Schule/ wie läuft das in Deutschland alles ab/ warum Australien …
Und noch gefühlte 100 Fragen mehr. Das Gespräch hat mir ein weiteres Mal gezeigt, dass ich hier wirklich gut aufgehoben bin. Es gibt so viele, die sich Gedanken darüber machen, wie es mir geht. Es gibt so viele, die mir das Gefühl geben, dass ich zu ihnen kommen könnte, falls es mir schlecht gehen würde. Hier kümmern sich wirklich so viele um mich. Das ist unfassbar schön, dass ich das einmal miterleben darf.
Insgesamt hatte ich diese Woche nur eine sehr kurze Schulwoche, da es gestern endlich auf meinen langersehnten White-Water-Rafting-Ausflug ging. Das hieß zunächst einmal: 6 Uhr aufstehen. Emily und ich sind dann gemeinsam mit 16 Anderen aus unserer Stufe ca. 1 ½ Stunden in den Süden von Tasmanien gefahren, wo uns das Rafting-Team in Empfang genommen hat. Und dann ging es auch schon los. 8 km sind wir insgesamt „geraftet“. Es war so unfassbar toll. Der Fluss verlief die komplette Zeit mitten durch einen riesig großen Wald und somit war man die komplette Zeit nur allein mit der Natur. Ich war in einem wirklich tollen und lustigen Boot und wir haben coole Sachen ausprobiert. Eine davon war, dass wir uns alle an die Hand genommen haben und uns auf den Rand des Bootes gestellt haben und uns ausbalancieren mussten, sodass wir nicht komplett alle ins Wasser gefallen wären. War gar nicht mal so leicht, schließlich hatte das Wasser ja wirklich Bewegung die ganze Zeit. Wir konnten sogar mal in das Wasser reinspringen, obwohl man sagen muss, dass das wirklich schweinekalt war!
Jetzt fragen sich natürlich einige, wie so etwas im Winter gemacht werden kann. Ihr könnt es wahrscheinlich nicht glauben, aber wir hatten hier gestern wirklich tolles Wetter. 19 Grad und strahlenden Sonnenschein. Wirklich ein Wunder für Tasmanien. Aber schließlich kommt jetzt der Frühling. Gestern war zumindest somit der perfekte Tag für Rafting und ich habe es wirklich total genossen mit all den tollen Mädels und unserer total coolen Lehrerin. Sie ist eine total gelassene, lockere, junge und frische Persönlichkeit, mit der man wirklich sehr viel lacht. Ihr könnt sie euch wahrscheinlich am Besten vorstellen, wenn ich euch sage, dass sie uns Schüler nur mit „darling“, „honey“, „sweetheart“ oder „lovely“ anspricht. So etwas sollten die deutschen Lehrer doch auch einmal ausprobieren. Da ist die Verbindung zwischen Lehrer und Schüler doch gleich eine komplett  andere. Ich liebe die Lehrer hier einfach…
Nun ist einmal wieder: WOCHENENDE. Da die Lehrer meiner Schule heute eine Fortbildung haben, haben wir alle schulfrei. Daran kann man sich ja wohl gewöhnen. Somit habe ich heute einen ruhigen, schönen und sogar echt sonnigen Tag vor mir und mal sehen, was wir so machen.
In Deutschland werden jetzt gerade wohl alle Lichter aus sein und ihr alle in einem tiefen, festen Schlaf liegen. Ich wünsche euch noch eine gute Nacht.
Aber guten Morgen aus Australien,
Laura


Sonntag, 19. August 2012

Aus Fremden werden Freunde!


Morgen sind es genau 6 Wochen seitdem ich Deutschland den Rücken zugekehrt habe. Es ist unfassbar, wie die Zeit verfliegt. Es fühlt sich an wie 2 Wochen. Vor genau 6 Wochen habe ich mich auf die Reise gemacht, um in einem völlig neuen Land, in einer völlig neuen Umgebung und bei völlig neuen Menschen mein Glück für die nächsten 10 Monate zu finden. Und nach 6 Wochen, in denen ich auf so viele neue und aufregende Sachen gestoßen bin, kann ich nun sagen, dass ich wirklich angekommen bin. Ich bin hier. Und ich bin glücklich. Wirklich glücklich. Aus Fremden wurde eine Familie für mich. Aus Fremden wurden Freunde. Und aus einer fremden Umgebung wurde ein zweites Zuhause.
Ich muss zugeben, dass ich wirklich stolz auf mich bin. Und ich glaube, dass darf ich auch sein. Ich habe es geschafft, mich völlig alleine in einem Land am anderen Ende der Welt zurecht zu finden und mich einzuleben. Ich bin hier angekommen. Ohne meine Freunde. Ohne meine Eltern. Und ohne meine Schwester. Und ich habe es geschafft. Ich bin stolz auf mich. Der Anfang ist hinter mir, und nun heißt es für mich wirklich nur: LEBEN. Ich möchte leben hier. All die Erlebnisse und Erfahrungen machen, die ich in Deutschland nie machen könnte. Und das mache ich nun. Ich lebe. Gemeinsam mit meiner wundervollen Gastfamilie. Down Under.
Mein Gastvater, meine Gastschwester und ich.<3

Meine Gastmutter und ich.<3

Meine Gastschwester hat mir gezeigt, dass Fremde in kürzester Zeit
zu wundervollen Freunden werden können. <3


Und selbst wenn ich hier unten völlig alleine bin, ihr seid in meinem Herzen immer bei mir. Und gemeinsam in diesem Abenteuer. Ich denke an euch. Ganz lieben Gruß, Laura!

Kängurus, Wombats & Co.


Ganz Deutschland müsste jetzt gerade in einem tiefen und festen Schlaf liegen und träumen an diesem Sonntagmorgen. Vielleicht sind aber auch schon einige von euch wach und genießen die Morgenstunden. Ich habe mir gedacht, ich melde mich mal wieder, nachdem ich heute in einem kleinen, typisch australischen Wildtierpark war. War wirklich faszinierend zu sehen, wie verschieden Zoos sein können. In Deutschland kennt man ja eigentlich nur diese riesengroßen Zoos mit Tieren aus allen verschiedenen Ländern der Welt. Doch heute war ich wirklich in einem ganz, ganz kleinen Süßen.

Zunächst einmal ist es gut, glaube ich, euch zu erklären, wie in Australien ein Zoo aussieht. In Australien ist es völlig normal, dass man in die meisten Gehege hinein gehen kann. Das heißt, dass man neben den Kängurus, Rehen, Emus, Kamelen herlaufen kann. Das ist ziemlich cool und aufregend, kann aber manchmal auch angsteinflößend sein. Es ist wirklich besonders, wenn man diese Erfahrung einmal gemacht hat! Im Folgenden habe ich dann mal ein paar Bilder zusammen gesucht, damit ihr auch einen Überblick bekommt, was es hier so zu sehen gibt!
Fragt mich bitte nicht nach dem Namen dieser Tiere. Es ist eine Art von Hühner.

Der Tasmanische Teufel!

Mein erstes Albinokänguru, welches sogar ein kleines Baby bei sich trägt.

Raubtierfütterung der Tasmanischen Teufel.

Irgendeine besondere Art von riesig großen Schafen.

Das Känguru und ich :)


Meine Gastschwester und ein Pony.

Kamele.

Kängurus sind nicht so lieb, wie sie eigentlich aussehen.

Gemeinsames Foto im Kängurugehege.

Strauß

Riesenechsen.

Meine Gastschwester, meine Gastmama und ich bei den kleinen Babyschafen.

Wombats. In Gedanken natürlich nur bei dir, Lenchen! :)


Wenn mich jemand fragt, was hier in Australien der größte Unterschied zu Deutschland ist. Dann antworte ich immer…
….die Lebensart der Menschen. Dieses gelassene und glückliche Leben auf dem roten Kontinent. Australier leben nach dem Motto: „Relax & Enjoy“. Und sie haben wirklich Recht. Das Leben ist zu kurz, um sich immer abzuhetzen oder zu stressen. Versucht das mal! Einen Tag nach dem australischen Motto leben. Ich glaube, dann lebt man ruhiger und glücklicher.

….und die andere Antwort ist die Pflanzen- und Tierwelt. Ihr könnt euch, glaube ich, gar nicht vorstellen, wie riesig der Unterschied ist. Hier fliegen keine Tauben, Amseln oder Rotkehlchen. Hier wird man von Kakadus oder Papageien geweckt. Papageien in allen Farben dieser Welt sitzen auf den Sträuchern vor deinem Fenster und singen Lieder. Es ist wirklich wunderschön, einfach am Fenster zu stehen und die Natur zu beobachten. Und Sträucher und Bäume sind hier das ganze Jahr über grün. Es existiert keine kahle graue Winterlandschaft, denn die Sommerblätter bleiben das ganze Jahr. Sie verwelken nie. Sie sind immer da.

Australien und Deutschland ist fast wie Feuer und Wasser oder Himmel und Hölle. In jedem Stück Erde, in jedem Baum, in jedem Tier und in jeder Pflanze findet man den Unterschied. Ich wünsche euch einen tollen Sonntag aus Australien!

Laura <3

Freitag, 17. August 2012

WOCHENENDE!

Mein Gott, wie die Zeit verrennt. Es ist schon wieder Freitag, und somit WOCHENENDE! Ich liebe die Wochenenden hier in Australien. Jede Woche gibt es etwas Neues zu erleben. Und dieses wird auch wieder total toll...

Doch zunächst einmal gibt es seit Dienstag schon wieder soooo viel zu erzählen. Es ist wirklich unfassbar, was hier alles passiert, in kürzester Zeit. Am Mittwoch hatte ich meine erste Schulmesse. Ja, ihr habt richtig gehört. Eine Messe. Die komplette Schule (inklusive des Kindergartens und der Junior School) hat sich in der Kathedrale auf unserem Schulgelände versammelt und wir haben zusammen eine Messe gefeiert. Ich sage mal, es war ok, ihr wisst ja, dass ich nicht der größte Fan von strengen katholischen Gottesdiensten bin, aber einige Sachen waren wirklich schön und interessant. Die Lieder waren toll und einige von denen habe ich noch immer im Kopf.

Am Donnerstag musste ich dann mein English Assessment einreichen. 2000 Wörter kreative Geschichte über Unterdrückung. Mal sehen, was da so raus kommt. Das ist natürlich eine von den Aufgaben, die wirklich schwer für mich waren. Normalerweise bin ich ja gut in kreativen Geschichten und meine Idee stand ziemlich schnell fest in meinem Kopf. Doch das schwierigste daran ist und bleibt einfach das Vokabular. Naja, ich werde ja sehen was raus kommt :) Außerdem war Donnerstag Lesetag. Das heißt, dass wir zu Schülern aus der Juniorschool zugeordnet waren, und dann gemeinsam lesen sollten. Ich kann euch sagen, das war wirklich lustig. Schließlich muss man dann realisieren, dass die Schüler aus Grade 5 besser lesen, als man selbst. :) Verrückt! Aber die Erfahrung war wirklich gut!

Heute war eigentlich ein wirklich toller Tag. Zwar ist das Wetter das erste Mal in dieser Woche wieder wirklich schlecht, aber wir hatten eine wirklich coole Sportstunde. Die Assembly Hall war komplett dunkel und wir verteilten und überall in der Halle. Dann wurde es hell. Es war der Beamer. Und schon startete die DVD. Es war "Bootcamp-Training for your hot body". Omg, was ?! Genau das habe ich mir auch gedacht. Und dann ging es wirklich los. Das Fitnesstraining für einen "hot body" startete und wir sollten genau das machen, was uns die nette durchtrainierte Frau in dem Video zeigte. 60 Mädels und dieses Video. Ich glaube, da kann man sich vorstellen, wie das aussieht! Ich habe schon lange nicht mehr so extrem gelacht. Und später in History haben wir dann mit meinem irischen Lehrer ein Youtubevideo geguckt. Und jetzt ratet mal was :) ? Es war dieser deutsche No.1 Hit:

Schnappi, das kleine Krokodil!

Und komischer Weise kannte jeder dieses Lied. Alle meinten, das es ihr Lieblingslied in der Grade 5 war, aber sie ja eigentlich immer  nur "Schni, Schna, schnappi, schnappi, schnappi, schnap" mitsingen konnten. :) Hier gibt es wirklich jeden Tag eine neue Überraschung!

Naja, jetzt ist erstmal wieder Wochenende. Und ich glaube, dass dies wirklich gut wird. Ich werde mich auf jeden Fall melden. In der letzten Woche ist ganz süße Post von einigen von Euch bei mir angekommen. Vielen, vielen Dank für das! Ich habe mich wirklich unendlich gefreut! :)

Ich werde mal Schluss machen, ich denke an euch und grüße euch ganz lieb! <3

Dienstag, 14. August 2012

Ein wirklich toller Schultag!

Heute hatte ich wirklich einen tollen Tag. Meine Gastschwester war leider krank, das heißt, dass ich alleine zur Schule musste, aber es war ein toller Tag heute. Zunächst einmal sind wir mal wieder mit outdoor Education Mountain Biken gegangen. Das war so cool. Wir sind in einen Wald in der Nähe von meinem Zuhause hier gefahren, um dort eine Stunde über Stock und Stein zu "brettern". Das hat unendlich viel Spaß gemacht. Es war egal wie tief die Pfützen oder der Matsch waren, Hauptsache durch und Spaß haben. Und das hatten wir auf jeden Fall. Danach sahen wir natürlich auch dementsprechend dreckig aus, aber das war uns eigentlich allen ziemlich egal :) Australische Natur ist einfach anders. Roter Boden. Die Bäume sind anders. Die ganze Planzenwelt ist komplett verschieden. Es ist ein Erlebnis, wenn man die Chance hat, das einmal gesehen zu haben.

Doch jetzt kommen noch viel bessere Neuigkeiten. Hier ist er. Mein erster Test in der australischen Schule. Mathe.

Es ist ein Extending. Und sicherlich denken jetzt viele an das "A,B,C,D,E and Fail"- Notenschema. Aber das ist falsch. Extending ist das beste. Es ist ein "A". Da müssen jetzt bestimmt einige Lachen unter Euch oder. Mathe? Laura? A? Wie geht das denn? Das habe ich mich auch gefragt :) Aber so ist Schule hier. Ich bin auf jeden Fall für den ersten Test echt stolz auf mich!



Und außerdem ist heute endlich die erste Postkarte von euch deutschen Urlaubern angekommen. Ich habe mich total gefreut, dass jemand an mich gedacht hat hier unten. Danke, danke, danke Sophia. Die Karte war einfach perfekt. <3

Ich melde mich auf jeden Fall die Tage mal. Morgen habe ich meine erste große Messe in der Schule und am Donnerstag ist "Reading-Day". Da wird es sicherlich einiges zum Erzählen geben.

Ganz liebe Grüße und es freut mich zu sehen, dass viele meinen Blog hier verfolgen. Auch wenn ich nicht genau weiß, wer es alles macht, aber ich sehe die hohen Besucherzahlen. Schreibt ruhig gerne mal einen Kommentar :)

Küsschen, Laura :)